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Trash Art mit R(h)eingeworfen und Aktionpinguin

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Trash Art kritisiert die Wegwerfgesellschaft, indem sie Abfall nicht einfach verschwinden lässt. Sie macht ihn sichtbar, materiell und ästhetisch zwingend. Das Weggeworfene wird zum Zeugnis eines Produktions- und Konsumsystems, das Dinge rasch entwertet, Ressourcen verbraucht und seine Folgen räumlich wie sozial aus dem Blick schafft.

Beim Litteringabfall und bei illegalen Deponien, den beiden hässlichsten, schändlichsten und problematischsten Erscheinungsformen des Zivilisationsmülls, führt das respektlose Verhalten der Menschen zu zusätzlichen multiplen Schäden an Natur, Umwelt, Mensch, Tier, Pflanzen, Gewässern, Gemeinschaft und Gesellschaft. Der minime Nutzen der litternden Person steht in einem absurden Missverhältnis zum Schaden ihres Tuns.

Littering und illegal Deponiertes verursachen enorme Kosten, werden aber von Politik und Behörden nach wie vor stiefmütterlich – wenn überhaupt – angegangen und geahndet. Hier ist Aktionpinguin seit Jahren aktiv. So bei der Beseitigung (mit Cleanups, Ploggings, DIY-Aufräumaktionen, Aufrufen, Sensibilisieren und Motivieren) wie eben auch beim Sichtbarmachen der teils unhaltbaren, real existierenden Zustände: mit Social Media Posts, Blogs und Trash Art, Events und Ausstellungen. Beispielsweise mit Fallenbildern, Readymades, Collagen, 1:1 Dokumentationen wie bei der Rheingeworfen- Ausstellung im k-haus, wo Aktionpinguin mit der Installation ” 30 000 butts in a bottle” vertreten war. All die Trash Art Kunstwerke von Aktionpinguin stehen in der Tradition von Marcel Duchamp, Kurt Schwitters, Arman, Robert Rauschenberg, Daniel Spörri, Jean Tinguely.

Trash Art, wie sie Aktionpinguin im Rahmen der «AP21 – The Cleanup-Collection» 2022 zeigte und zusammen mit R8h)eingeworfen 2026 im k-haus und davor präsentiert, kehrt die Logik der achtlos, gedankenlos, respektlos und zuweilen mutwillig weggeworfenen oder illegal deponierten «wertlosen» Sachen um. Die Kunstwerke machen sichtbar. Sie hinterfragen den Umgang mit ihnen, angefangen vom blödsinnigen Littern bis zu den enorme Kosten verursachenden illegalen Deponien und Littering-Hotspots.

Schon Platon erkannte, dass in einer geordneten, gerechten Polis das Verhalten jeder und jedes Einzelnen immer auch das Gemeinwohl betrifft. In einem guten Leben und einer guten Gemeinschaft haben Littering und illegale Deponien keinen Platz. Die Polis ist ein gemeinsamer Lebensraum. Wer diesen als anonymen Entsorgungsort missbraucht, ist eine Verbrecher an Mitmenschen und Natur und soll der Gerechtigkeit zugeführt werden.

Gerechtigkeit heisst, die eigene Aufgabe verantwortlich zu erfüllen. Wer Müll illegal den andern, der Stadt, der Natur überlässt, handelt verantwortungs- und rücksichtslos. Trash Art von Rheingeworfen und Aktionpinguin macht das sinnlose Verhalten sichtbar und dokumentiert es eindrücklich und dauerhaft. Nix mit «Aus den Augen, aus dem Sinn». Der im gemeinsamen Stadtraum und am Rheinufer liegende Müll als Folge individuellen Fehlverhaltens wird nachhaltig und breit ins Bewusstsein Tausender getragen. Mit Werken aus Littering und Deponiertem aus dem Rhein, und mit in Speed-Ploggings eingesammelten Zigaretten-Filtern von den Ufern des Rheins.

Hier eine Auswahl an Eindrücken der Ausstellung im und vor dem k-Haus in Basel mit und von Rheingeworfen und Aktionpinguin. Ganz nach dem Motto: Mach es einfach (sichtbar). Wir bleiben dran. Gemeinsam gegen Littering. Für ein sauberes Basel und Rheinufer.

Die Ausstellung von R(h)eingeworfen mit Aktionpinguin im k-haus am Rhein in der Kaserne Basel dauerte vom 2. bis 7. September 2026. Weitere Dokumentationen dazu folgen. Die nächste Auflage ist für Sommer 2027 geplant.

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